Die letzten 24 Läufe
2011
Den Ruf des „Schnellsten 10km-Straßenlaufs Deutschlands“ hat der Würzburger Residenzlauf 2011 bei seiner 23. Auflage eindrucksvoll verteidigt. Mit gleich zwei Streckenrekorden bei dürfte das Rennen als historisch eingestuft werden und am Ende des Jahres in vielen Bestenlisten stehen. Überragender Sieger bei den Männern war der amtierende Weltrekordler auf dieser Distanz Leonard Komon aus Kenia, der mit 27:33 den alten Streckenrekord aus dem Jahre 2003 um 15 Sekunden verbesserte und damit die drittschnellste jemals in Deutschland gelaufene Zeit über 10 km erzielte. Bei den Frauen machte sich Doris Changeywo (Kenia) die hervorragenden äußeren Bedingungen zu Nutze und drehte mit 31:26 ebenfalls die schnellsten jemals um die Würzburger Residenz gelaufenen vier Runden. Einmal mehr galten die Läufe zuvor dem Breitensport. Über 2000 Kindergartenkinder und Schüler machten sich auf ihre (teilweise verkürzte) Residenzrunde, im Hauptlauf über 10 km waren über 1600 Sportler unterwegs. Insgesamt schnürten 4764 Teilnehmer ihre Laufschuhe. Angesichts des Ferientermins, aufgrund dessen nur rund die Hälfte der sonst üblichen Schulklassen teilgenommen hat, ein unverändert positives Ergebnis.
2010
In seiner 22. Auflage hat der Würzburger Residenzlauf erstmals die Marke von 7000 Teilnehmern geknackt. Unter den 7029 Teilnehmern waren rund 4500 Kinder und Jugendliche. Der Hauptlauf über 10 km verzeichnete mit 1949 Teilnehmern ebenfalls eine neue Bestmarke. Rekordverdächtig auch die Zuschauerzahl, denn erneut säumten rund 15.000 Menschen den Würzburger Residenzplatz und den Rundkurs. Nur knapp am Streckenrekord schrammte im Lauf der Asse wie schon im Vorjahr die Titelverteidigerin Grace Momanyi aus Kenia vorbei. Mit 31:33 min verfehlte sie den Streckenrekord um 3 Sekunden, sorgte aber wohl dafür, dass dieser Lauf wieder zu den Top 10 in der gesamten Welt im Jahr 2010 gelten dürfte. Bei den Männern lief Landsmann Jacob Cheshari lief mit 27:56 die viertbeste je in Würzburg gelaufene Zeit und verfehlte die Streckenbestmarke nur um 8 Sekunden.
2009
Immer wieder tauchen die Siegerzeiten beim Würzburger Residenzlauf in Jahresbestenlisten über 10 km auf der Straße auf. So dürfte das auch 2009 sein – zumindest mit der Zeit, die bei den Frauen gelaufen wurde. Grace Kwamboka Momanyi (Kenia) verpasste mit 31:32 nur um zwei Sekunden den Streckenrekord. Bei den Männern können sich die 28:08 von Abraham Chebii ebenfalls sehen lassen. Einmal mehr waren es lediglich die Streckenrekorde, die nicht verbessert wurden. Denn in Sachen Teilnehmerzahl waren die 6841 Läuferinnen und Läufer ein erneuter Teilnehmerrekord beim Würzburger Residenzlauf. Über 4000 Kindergartenkinder und Schüler machten die Veranstaltung erneut zum größten Laufspektakel für Kinder in ganz Deutschland. Darüber hinaus zeigte der Hauptlauf mit über 1800 Athleten, dass der Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen auch nach 20 Jahren beim Residenzlauf unverändert anhält. Bei wunderbaren Bedingungen waren mit rund 15.000 Besuchern auf dem Residenzplatz und entlang der 2,5km langen Rundstrecke so viele Zuschauer zugegen, wie kaum in einem der Jahre zuvor.
2008
Auch bei seiner 20. Auflage konnte der Würzburger Residenzlauf seinen Ruf als einer der schnellsten 10km-Straßenläufe weltweit bestätigen, wenngleich um wenige Sekunden bei den Frauen wie auch Männern ein neuer Streckenrekord verpasst wurde. Bei den Damen blieb Doris Changeywo aus Kenia nur um 5 Sekunden über dem bisherigen Streckenrekord. Doch ihre gemessenen 31:35 dürften auch in diesem Jahr eine Top-Zeit bei 10km-Straßenläufen weltweit bedeuten. Für sie selbst war es eine Verbesserung der eigenen Bestleistung um gleich 35 Sekunden. Bei den Männern war der Streckenrekord dieses Mal nicht angepeilt worden, umso erstaunlicher muten aber die 28:05 von Job Tanui (Kenia) als Sieger und des im Spurt geschlagenen Äthiopiers Terefe Maregu eine Sekunde dahinter an. So fehlten auch nicht einmal 20 Sekunden zur Bestzeit aus dem Jahre 2003 (Moses Kigen, Kenia, 27:48), doch immerhin war es die schnellste Siegerzeit seit damals. Die im „Lauf der Asse“ verfehlten Bestzeiten sollten aber fast die einzigen Rekorde bleiben, die in diesem Jahr nicht fielen. Denn einmal mehr konnte der Breitensport-Ansatz des Lauf-Spektakels neue Bestmarken vermelden. Erneut konnte der vorjährige Teilnehmerrekord um rund 1000 (!) Läuferinnen und Läufer gesteigert werden, insgesamt 6428 Starter gingen auf die Strecke. Mit rund 4000 Schülern und Kindergartenkindern unterstrich Würzburg seine Bedeutung als größter Kinder- und Jugendlauf im Bundesgebiet. Und auch die Zuschauerzahl von rund 13.000 war im 20. Jahr seines Bestehens ein neuer Rekord für den Residenzlauf.
2007
Des einen Freud, des andern Leid – die hochsommerlichen Temperaturen beim 19. Würzburger Residenzlauf bescherten abermals einen neuen Teilnehmerrekord. Im Lauf der Asse blieben allerdings die Spitzenzeiten der letzten Jahre angesichts von rund 25 Grad Außentemperaturen in diesem Jahr unerreicht. Und doch hatte der sportliche Leiter Alfred Langenbrunner mit der Verpflichtung von Patrick Makau den richtigen Riecher gehabt. Wenige Wochen zuvor erzielte er die drittbeste je gelaufene Halbmarathon-Zeit mit einer 10km-Durchgangsmarke, die den Würzburger Streckenrekord bedeutet hätte. Aber eine Woche vor Würzburg war Makau beim London-Marathon als Pacemaker im Einsatz, zu viel Kraft war dort auf der Strecke geblieben. Dennoch langte es bei seinem ersten Auftritt in Würzburg zum Sieg in 28:15. Hinter ihm bis einschließlich Platz 20 nur Kenianer! Auch bei den Frauen konnte die Läuferriege auf Kenia das Rennen dominieren. Den Sieg holte sich Peninah Arusei in 32:45. Ein Ausrufezeichen ganz anderer Art konnte aber der breitensportliche Bereich des Residenzlaufes setzen. Einmal mehr gelang mit 5449 Läufern ein neuer Teilnehmerrekord, darunter rund 2700 Schüler und Kindergartenkinder, die im Rahmen eigener Läufe die Bedeutung als eine der „kinderaktivsten Laufveranstaltungen“ im Bundesgebiet untermauerte.
2006
Der Wetterbericht hatte sogar Hagelschauer für den Würzburger Residenzlauf 2006 angekündigt – doch es hagelte einzig und allein Rekorde. Im Lauf der Asse über 10 km verbesserte die Äthiopierin Wude Ayalew Yimer den zwei Jahre alten Streckenrekord auf 31:30, was dem Würzburger Lauf erneut eine Platzierung als eines der schnellsten 10-km-Straßenläufe der Welt in diesem Jahr bescheren und den Stern der 18jährigen Äthiopierin in Europa weiter erstrahlen ließ. Bei den Männern machten insgesamt 11 Läufer unter 29 Minuten diesen Lauf der Asse in der Breite zu einem der schnellsten seiner Geschichte. Mit exakt 5304 Startern verzeichneten die Veranstalter auch einen neuen Teilnehmerrekord, darunter rund 3000 Kinder, die nun schon im dritten Jahr durch eine Gemeinschaftsaktion staatlicher Stellen und der lokalen Wirtschaft zu dem vermutlich größten Schülerlauf Deutschlands aktiviert wurden.
2005
Nach sechs Jahren hat sich mit Sabrina Mockenhaupt erstmals wieder eine deutsche Läuferin den Sieg beim Würzburger Residenzlauf über 10 km gesichert. In 32:40 distanzierte sie die Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin Eunice Jepkorir. Bei den Männern gewann der Keniate Eliud Tanui (28:20) im Schlussspurt und verhinderte damit, dass Streckenrekordler Moses Kigen zum dritten Mal hintereinander siegen konnte. Nicht nur durch ihren unbekümmerten Laufstil, sondern auch ihre schlagfertige Interviews nach dem Rennen eroberte die 25jährige Mockenhaupt die Herzen des Würzburger Publikums. Das würdigte übrigens auch die Leistungen der Zehntplazierten: Julia Viellehner, 20 Jahre alt und für den TSV Winhöring startend, unterbot ihre Bestleistung deutlich und stellte mit 35:32 eine beachtliche Leistung in Ihrem Altersbereich auf. Den 10km-Hauptlauf, bei dem über 1600 Teilnehmer auf die Strecke gingen, gewann bei den Männern Wolfgang Müller (TSV Ostheim/Rhön) in der Zeit von 34:19, bei den Damen setzte sich Christina Finsterwalder von der LG Domspitz Regensburg mit 39:02 durch. Einmal mehr präsentierte sich der Würzburger Residenzlauf mit insgesamt acht verschiedenen Laufangeboten als Teilnehmermagnet: Exakt 4649 Sportler gingen auf Strecken zwischen 1km und 10km, allein rund 2500 Kinder und Jugendliche machten dieses Laufevent wieder zu einer echten Breitensportveranstaltung.
2004
Versprochen und "noch mehr" gehalten - so kann man die Ankündigung der Veranstalter beurteilen, die bei den Frauen zur 16.Auflage dieser Laufveranstaltungen einen neuen Streckenrekord avisierten. Und das hatten sie Eunice Jepkorir aus Kenia zu verdanken, die mit 31 Minuten und 38 Sekunden die bisherige Bestmarke um rund eine halbe Minute verbessern konnte. Die 16. Auflage des Residenzlaufes war aber in jeder Hinsicht eine Veranstaltung der Superlative. Die Teilnehmerzahlen der Breiten- und Spitzensportveranstaltung konnten um rund 2000 (!) auf exakt 5282 Läuferinnen und Läufer gesteigert werden. Darunter rund 3000 Bambini, Schülerinnen und Schüler - die jungen Läufer sind nunmehr ein fester Bestandteil des Residenzlaufes! Schätzungsweise rund 15.000 Zuschauer - auch eine Steigerung von rund 50% - sorgten bei traumhaften äußeren Bedingungen für das in der Läuferwelt so besonders geschätzte Würzburger Flair.
2003
Rekordverdächtig gab sich der 15. Würzburger Residenzlauf. Nicht nur ein Teilnehmerrekord von knapp 3300 Sportlern, sondern auch die Dominanz der Athleten aus Kenia im Lauf der Asse gab es in diesem Ausmaß noch nicht in Würzburg. Bei den Männern kamen 9 Keniaten unter die ersten Zehn, den Sieg errang dabei der 19jährige Moses Kigan (Foto) in der fantastischen Zeit von 27 Minuten und 48 Sekunden. Das war die schnellste Zeit, die je bei einem 10km-Straßenlauf in Deutschland erzielt wurde. Selbst der Zweitplatzierte Valentine Orare, der sich erst im Spurt geschlagen geben musste, blieb dabei unter der internationalen Spitzenmarke von 28 Minuten. Bei den Frauen gingen die ersten fünf Plätze nach Kenia. Siegerin wurde hierbei Caroline Kwambai vor der Siegerin der beiden letzten Jahre, Lenah Cheruiyot. Beim populären Hauptlauf gingen in diesem Jahr knapp 2000 Sportler an den Start. Trotz anfänglichen Regenschauern entwickelte sich das Wetter in den Nachmittag hinein zu idealen Laufbedingungen. Rund 8000 Zuschauer säumten dabei die 2,5 km-Strecke um die Würzburger Residenz.
2002
Und wieder gab es einen Teilnehmerrekord beim Würzburger Residenzlauf: Rund 3.200 Athleten gingen an den Start. Ein fantastisches Bild bot sich zu Beginn des Hauptlaufes - über 1800 Teilnehmer bildeten ein tolles Starterfeld durch die gesamte Balthasar-Neumann- Promenade. Um das Angebot nochmals zu bereichernen wird 2003 erstmals von den Veranstaltern neben der einfachen Residenzrunde (Hobby-Lauf, 2,5 km) und der vierfachen Umrundung (Hauptlauf, 10 km) ein Fit-and-Fun-Lauf über 2 Runden, also 5 km offeriert.
2001
Erfrischung war nötig beim Hauptlauf 2001 - ein dichtes Teilnehmerfeld (1658 Läuferinnen und Läufer waren wieder Rekord), und wunderbarer Sonnenschein mit warmen Temperaturen brachten viele auf den 4 Runden um die Würzburger Residenz zum Schwitzen. Warm ums Herz wurde aber auch den Organisatoren, weil mit 2664 Athleten insgesamt wurde erneut eine Bestmarke für dieses Ereignis gesetzt. Und die Premiere mit dem neuen Zeitmess-Chip lief einwandfrei. Einen einwandfreien Lauf der Asse erwischten John Yuda (Tansania) und Lenah Cheruiyot (Kenia), die beide erstmals diesen Wettbewerb für sich entscheiden konnten. Unter den begeisterten 10.000 Zuschauern war übrigens auch ein ganz prominenter: Willi Wülbeck, Ex- Weltmeister über 800m - und seit 2001 auch fasziniert vom Ambiente des Würzburger Residenzlaufes.
2000
Der Residenzlauf erfreute sich auch im Jahr 2000 steigender Beliebtheit. 2309 Teilnehmer hatten gemeldet und machten diese größten unterfränkische Laufveranstaltung einmal mehr zum breitensportlichen Höhepunkt im Würzburger Sportkalender. Vor allem der Hauptlauf mit mehr als 1300 Teilnehmern rutschte nunmehr sogar ins Spitzenfeld deutscher 10 km-Läufe. Eine Premiere gab es auch: erstmals wurde die unterfränkischen Straßenmeister ermittelt. Die Titel holten sich Oliver Dietz (TSV Gerbrunn) und Agnes Wahler (LG Karlstadt).Einmal mehr auf den "Thron der Asse"; stieg Streckenrekordler Tendai Chimusasa (Simbabwe). Bei den Damen gewann den Lauf der Asse Beata Rakonczai aus Ungarn.
1999
Jahr für Jahr hoffte man darauf, bei der elften Auflage des Würzburger Residenzlaufes klappte es: erstmals kletterte die Teilnehmermarke über 2000 - Exakt 2030 Teilnehmer schnürten die Laufschuhe bzw. die Rollerblades. Im Lauf der Asse gab es bei den Männern nichts Neues: Vorjahressieger Isaac Chemobo aus Kenia holte sich erneut den Sieg. Bei den Frauen setzte sich erstmals Iris Biba durch, die für Eintracht Frankfurt startet. Erstmals ausgelobt wurde innerhalb des Laufes der Asse der "Unterfranken-Cup", der die Spitzenläufer aus der Region stärker als in den Vorjahren angelockt hatte und den sich Oliver Dietz vom TSV Gerbrunn holte.
1998
Ein würdiges Jubiläum erlebten die Veranstalter hinsichtlich der Teilnehmerzahl: genau 1801 Meldungen gab es zum 10.Würzburger Residenzlauf. Und erneut haben vor allem die Inline- Skater mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr ihren Anteil an diesem Zuwachs.Was wäre es erst gewesen, wenn das Wetter auch schon am Vormittag mitgespielt hätte!
Erneut gewinnt im Lauf der Asse mit Isaac Chemobo ein Keniate, der Residenzlauf-Rekordhalter Tendai Chimusasa aus Zimbabwe muß sich als Zweiter geschlagen geben. Bei den Frauen siegt Irina Mikitenko vom TV Gelnhausen vor vier Läuferinnen aus Kenia.
1997
Mit dem Trend der Zeit geht der Residenzlauf in diesem Jahr, als zum ersten Mal die offene Würzburger Stadtmeisterschaft im Inline-Skating ausgetragen wird. Nicht zuletzt die Skater tragen dazu bei, daß es zu einem absoluten Teilnehmerrekord in der Geschichte dieser Laufveranstaltung kommt. Exakt 1647 Sportlerinnen und Sportler gehen an den Start. Im Lauf der Asse gibt es hinsichtlich der Nationenwertung nichts Neues zu berichten. Auch diesmal kommen mit Susan Chepkemei und Benson Lokorwa beide Sieger aus Kenia.Was so gar nicht in die makellose Bilanz der bisherigen Veranstaltungsgeschichte paßt? Es gibt zum ersten Mal zwei kurze Regenschauer!
1996
Auch die Rollstuhlsportler haben den Würzburger Residenzlauf nun endgültig entdeckt. Im Rahmen des Residenzlaufes wird die Internationale Deutsche Meisterschaft für Rollstuhlsportler ausgetragen. Bei den Damen setzt sich die für Bochum startende Indonesierin Lily Anggreny durch, bei den Männern gewinnt Hans Joachim Werkmann aus Tübingen. Im Lauf der Asse, der nach einjähriger Abstinenz wieder ins Programm aufgenommen werden konnte, gibt es erneut Sieger aus Kenia, bei den Frauen Joice Chipchumba, bei den Männern Shadrack Kiplimo. Somit können die Veranstalter erstmals insgesamt acht Laufveranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Beine stellen". Und daß man aufgrund der Tiepolo-Ausstellung um einen Monat auf einen Termin Ende Mai ausweichen muß, stellt sich in der Nachbetrachtung als Glücksfall heraus. Zum traditionellen Termin hat es aus allen Eimern gegossen, beim Ersatztermin lacht wie gewohnt die Sonne.
1995
Daß es auch ohne "Lauf der Asse" eine gelungene Veranstaltung wird, dafür sorgen knapp 1500 Teilnehmer und erneut viele tausend Zuschauer in diesem Jahr. Ehre gebührt den Veranstaltern, die umso mehr für die Breitensportwirkung der Veranstaltung warben und sich einsetzten. Über 700 Läuferinnen und Läufer im Hauptlauf sorgten dabei für ein Rekordniveau. Die Siegerlorbeeren bei diesem Laufhöhepunkt blieben durch Wolfgang Pulzer (Kitzingen) und Carmen Klenk (Karlstadt) in der Region. Und das Wetter tut auch im siebten Jahr ein übriges dazu, denn darauf war bis dato immer Verlaß: wenn in Würzburg um die Residenz gelaufen wird, dann strahlt die Sonne von oben - egal welches Wetter an den Tagen vor oder nach dem Lauf herrscht.
1994
Mit gutem Beispiel voran geht die Fußball-F-Jugend der Würzburger Kickers, die mit sage und schreibe 23 Kids am Bambini-Lauf teilnehmen - und diese kommen aus sechs Nationen. Ähnlich international ist auch ein Staffelteam, bestehend aus Medizinern, die sich "Virologen" nennen. Bei diesem internationalen Flair darf sich natürlich der "Lauf der Asse" nicht lumpen lassen. Sowohl bei den Damen wie bei den Herren gibt es einen kenianischen Sieg. James Sangok gewinnt bei den Männern, während sich Tecla Lourupe zum zweiten Mal bei den Frauen in die Siegerliste eintragen kann. Mit den größten Jubel heimste an diesem Tag aber Peter Tscherner von der LG Würzburg ein. Längst nach der Siegerehrung des Hauptlaufes kam er mit fast einer Stunde Rückstand als 549. ins Ziel. Auch für solche Leistungen ist Platz beim Würzburger Residenzlauf.
1993
Tendai Chimusasa sorgt für einen Paukenschlag: mit 27:35,5 läuft er eine inoffizielle Weltbestleistung über 10.000 Meter auf der Straße. Bei aller Diskussion hinterher, inwieweit Leistungen auf der Straße überhaupt miteinander vergleichbar seien, eines stellt sich deutlich heraus: der Würzburger Residenzlauf wird zu einem Sprungbrett für kommende Spitzenathleten. Einen anderen Rekord stellt womöglich Heinz Patrick auf: mit drei Jahren dürfte er als Starter beim Bambini-Lauf wohl einer der jüngsten "Finisher" aller Zeiten bei einer Laufveranstaltung sein. An der Hand seines Vaters absolviert der Junior mit der Startnummer 103 das ganze als 1000m-Spaziergang. Ein würdiges Geburtstagsgeschenk zur fünften Auflage: der Würzburger Residenzlauf wird von der führenden Leichtathletik-Fachzeitschrift in die TOP 100 deutscher Laufwettbewerbe aufgenommen.
1992
Mittlerweile hat sich der Würzburger Residenzlauf zur zweitgrößten Sportveranstaltung Bayerns gemausert - ein wichtiger Aspekt in der Waagschale, als es um den Fortbestand dieser Veranstaltung auf und um den Residenzplatz geht. In intensiven Gesprächen kann man den damaligen bayerischen Finanzminister, Freiherr Georg von Waldenfels, gleichzeitig oberster Dienstherr der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, überzeugen, daß der Residenzlauf keine kommerzielle, sondern eine Breitensportveranstaltung ist. Und das beweisen dann wieder weit über 1000 Sportler und ein Vielfaches an Besuchern, die den Residenzplatz an diesem "Weißen Sonntag" zu einem Familienausflug nutzen. Sportlich gesehen wurde es eher ein "Tag der Schwarzen", denn erstmals dominierten Spitzensportler aus Afrika den "Lauf der Asse". Besonders erwähnenswert: Tecla Lourupe aus Kenia stellt mit 32:06 min. einen Streckenrekord auf, der in den Folgejahren von keiner anderen Athletin verbessert werden sollte.
1991
Im nunmehr dritten Jahr erreichen auch die Zuschauerzahlen Superlative. Zwischen 10.000 und 15.000 Besucher werden am Residenzplatz sowie auf den Straßen um den Hofgarten herum geschätzt. Das Organisationsteam hat sich aber mittlerweile zu einem reibungslosen Ablauf eingespielt. Gleich acht Läufer bleiben unter der Vorjahressiegerzeit im "Lauf der Asse" - der schnellste von ihnen ist Carsten Eich aus Leipzig, der amtierende DDR-Meister über10.000 Meter. Und bei den Damen gewinnt mit Katrin Dörre, eine olympische Medaillengewinnerin (Bronze 1988 in Seoul), die auch in den Folgejahren in der Weltspitze noch von sich Reden macht. Sie gewinnt gleich mit über einer Minute Vorsprung - und verbessert den bisherigen Streckenrekord bei den Damen gleich um mehr als drei Minuten.
1990
Fast schon hochsommerliche Temperaturen locken Anfang Mai knapp 1500 Teilnehmer zur zweiten Auflage des Residenzlaufes rund 600 mehr als im Vorjahr. Eine breite Resonanz findet der "Lauf der Asse", der nun für die absoluten Spitzensportler eingerichtet worden war, vor allem bei Läufern aus der DDR, die einige Monate nach der Maueröffnung solche Wettbewerbsgelegenheiten im Westen gerne annehmen. Hinter dem Sieger, Kurt Stenzel aus Darmstadt, werden die Plätze zwei bis fünf von Athleten aus Magdeburg und Potsdam belegt. Übrigens übernahm die Stadt Würzburg für alle Athleten aus der DDR - es waren hunderte - das Startgeld. Unter einem anderen Aspekt des Breitensports kann sich dieser Residenzlauf auch sehen lassen: so starten 23 Staffeln auf den 10x400 Meter Kurs auf der Balthasar-Neumann-Promenade. Das Team der Bereitschaftspolizei Würzburg hat dabei am Ende die Nase vorne.
1989
Premiere am Residenzplatz: Würzburg erlebt (wieder) einen Laufhöhepunkt in der Saison. Unter sportlicher Federführung der TG Würzburg und in Zusammenarbeit einiger lokaler Sponsoren bevölkern Breiten- wie auch Spitzensportler den 2,5 km langen Rundkurs um die Residenz. Der Sieger des Hauptlaufes, Hubert Karl aus Ochsenfurt, erhält für seine Mühen ein Ticket zum New-York-Marathon. Rund 2000 Zuschauer sehen schon im ersten Jahr eine überraschend großes Feld mit über 500 Teilnehmern in diesem Hauptlauf. Und im Hobbylauf dokumentiert die Karateabteilung der TGW mit etwa 40 Teilnehmern ihren starken Zusammenhalt auch außerhalb der Halle.























